Beschreibung
Immergrüne, unscheinbare, ausdauernde Kletterpflanze. Die grünen Blätter sind oval und leicht zugespitzt. Der Efeu blüht gelbgrün und hat dunkelblaue bis schwarze Beeren.
Efeu ist toxisch.
ähnliche Arten
„Green Ripple “, „Buttercup”, „Atropurpurea”, “Goldchild”
Habitat
Der Efeu kommt natürlich in Eichen- und Buchenmischwäldern, Auwäldern, an Felsen, Mauern und in Gebüschen vor. Das Araliengewächs (Araliaceae) ist ein sogenannter Selbstklimmer – es findet selbst an glatten Betonwänden Halt.
Verbreitung
Der Gemeine Efeu entstammt den Tropenwäldern des Tertiärs. Daran erinnern die Träufelspitzen seiner Blätter, die das Wasser rasch ableiten.
Im Rahmen der europäischen Kolonisation wurde der Gemeine Efeu über große Teile der Welt verbreitet.
Entwicklung mit den Jahreszeiten / Vermehrung
Der Efeu ist immergrün – ganzjährig. Nur bei einigen anderen Sorten, wie z. B. bei der Sorte „Buttercup“ zeigt sich eine Herbstfärbung auf der eigentlichen Blattunterseite. Die Pflanze dreht im Herbst die Blätter um, sodass die gefärbte Unterseite zu sehen ist.
Die Pflanze lässt sich relativ einfach durch Stecklinge vermehren, die in feuchte Erde gesteckt werden. Für die Vermehrung aus Samen sollten diese vom Fruchtfleisch befreit, in lockere Erde gelegt und nur ein wenig mit Erde bedeckt werden.
Doch Achtung: Stecklinge aus Blütentrieben entwickeln niemals Kletterwurzeln, sie eigenen sich nur als Bodendecker. Efeu ist übrigens „lichtscheu“, das heißt, die Triebe wachsen zur vom Licht abgewandten Seite. Deshalb gedeiht er im Halbschatten und Schatten besser als in gleißender Sonne oder an strahlend hellen Wänden.
Ökologische Interaktion mit anderen Arten
Honigbienen, Wespen, Hummeln, Schwebfliegen und auch viele Schmetterlinge lieben die Blüten des Efeus. Sie bieten ihnen reichlich Nektar und Pollen. Das Wichtigste dabei: Efeu blüht dann, wenn es für die Insekten kaum mehr andere Nahrung gibt.
Die dichten Blätter bieten Vögeln gute Verstecke und Nistmöglichkeiten (z.B. für Amseln, Grauschnäpper, Rotkehlchen und Zaunkönige).
Sehr alte Bäume, die seit Jahrhunderten von Efeu bewachsen sind, werden von ihm, wenn sie absterben, oft noch mehrere Jahre aufrecht gehalten. Efeu selbst kann über 500 Jahre alt werden und bildet irgendwann so kräftige, verholzte und stammähnliche Triebe, dass diese ihre ursprüngliche Kletterhilfe wie eine Rüstung zusammenhalten.
Essbarkeit / Heilkräfte
Sämtliche Pflanzenteile des Gemeinen Efeus sind giftig. Zeichen der Vergiftung können schon nach Einnahme von zwei bis drei Beeren auftreten: Brennen im Rachen, Durchfall und/oder Erbrechen, Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Krämpfe. Nach Aufnahme großer Mengen (unwahrscheinlich, da sehr bitter) können Schock und Atemstillstand auftreten.
Zubereitungen aus Efeublättern finden wegen – in niedrigen Dosen – expektorierender und spasmolytischer Eigenschaften Anwendung bei Bronchialerkrankungen, Krampf- und Reizhusten.
In der Volksheilkunde wird ein Efeu-Umschlag bei Nervenschmerzen empfohlen.
Bereits in der Antike wurde Efeu als Schmerzmittel oder bei Verbrennungen in Form von Salben verwendet. Heute findet die Pflanze aufgrund der Schleim- und krampflösenden Eigenschaften hauptsächlich Verwendung bei Atemwegs-Beschwerden.
In der Homöopathie wird Efeu zudem bei Erkrankungen der Schilddrüse, des Magen-Darm-Traktes, der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sowie des Stütz- und Bewegungsapparates verwendet.
Historisch wird auch von der empfängnisverhütenden und sogar abtreibenden Wirkung der Pflanze berichtet, die wohl auf die toxische Wirkung zurückzuführen ist: „Alle frommen Frauen sollen sich hüten, von diesem Safte gekochte oder gebrannte Wasser zu sich zu nehmen.
Nutzen für altes Handwerk, Survival
und mehr
Wegen der enthaltenen Saponine, die eine seifenähnliche Wirkung besitzen, kann Efeu ähnlich wie Seifenkraut als pflanzlicher Waschmittel-Ersatz verwendet werden.
Efeu kann mehr als 200 Jahre alt werden und über 20 Meter hochklettern. Bis Efeu zur Blüte kommt, dauernd es allerdings acht bis zehn Jahre.
2 Bundesnaturschutzgesetz gelten für den Gehölzschnitt, dem auch Efeu unterliegt, strenge Vorgaben. Demnach sind zwischen dem 01. März und dem 30. September umfassende Schnittmaßnahmen verboten.
Mythen, Geschichten, Sonstiges
Auf den ersten Blick scheint alles sonnenklar: Efeu macht Bäume kaputt, weil er ihnen das Licht stiehlt. Wächst Efeu an sehr jungen Bäumen empor, kann das sogar der Wahrheit entsprechen, denn dauerhafter Lichtmangel führt zum Absterben von Pflanzen. Efeu erreicht Wuchshöhen bis zu 20 Meter, es ist ihm also ein Leichtes, kleine, junge Gehölze völlig zu überwuchern. Im Normalfall wächst Efeu aber – vor allem im Garten – nur an alten, stattlichen Bäumen empor, und das auch nur, weil man ihn extra dazu pflanzt.
Wer in Christo getauft sei, der sei unsterblich, die Ungetauften aber seien ohne Hoffnung auf Auferstehung, gleich den Zypressen, die einmal gefällt, nie mehr nachwachsen. Wenn heute Grabstätten häufig mit Efeu bepflanzt werden, so ist das eine meist unbewusste Nutzung des Symbols vom ewigen Leben. „Wie im Leben so im Tod“ steht als Inschrift auf manchem alten efeuumschlungenen Grabstein.
Da der Efeu nicht bestehen kann, ohne sich anzuschmiegen, ist er seit alters her auch Sinnbild für Freundschaft und Treue. Schon im Altertum war diese immergrüne Pflanze Sinnbild der Treue und des ewigen Lebens, im alten Griechenland erhielt ein Brautpaar einen Efeuzweig als Symbol immerwährender Treue.
Meine eigenen Erlebnisse mit der Art,
Fragen und Gedanken zu ihr
pädagogische Möglichkeiten
und weiter Informationen
Zur Erinnerung
das Ganze hier sind von mir selbst zusammengetragene und recherchierte Informationen. Es kann somit auch gar nicht vollständig sein, ich hab das weder Vollzeit studiert noch als Beruf gelernt. Diese Informationen können also auch Fehler enthalten, das wäre auf jeden Fall menschlich. Bitte einfach darauf hinweisen, dann korrigiere ich dies. Die Kommentarspalte ist dafür da. Theoretisch ist man mit einer Art eh niemals ganz fertig, weil man immer irgendwas neues lernt, liest und erfährt. Der Informationsfluss ist wirklich unendlich und teilweise zu viel.
Die „Steckbriefe“ werden auch bestimmt immer mal wieder ergänzt. Ich werde es dann dementsprechend kenntlich machen, sollte der Fall eintreten.
bis dahin
Martina

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