Wie kam ich zur Ausbildung?
Der Wunsch wieder mehr nach draußen zu gehen und zu wissen, was sich eigentlich alles in meinem Umfeld so aufhält, hat sich schon lange in mir befestigt. Ich will die Natur, wenn ich mich in ihr bewege, wieder mehr schätzen lernen.
Ich schaue mir ja auch gerne mal Dokumentationen an und finde daran gefallen und Faszination – warum also nicht auch da, wo ich zu Hause bin?
Da ich sowieso nach draußen muss, weil ich mit meinem Hundekind Gassi gehe, will ich das gleich noch nutzen und bewusster durch die Natur streifen.
Wo habe ich die Ausbildung gemacht und wie viel habe ich dafür gezahlt?
Ich habe mich hier tatsächlich influencen lassen.
Mir schwebte schon länger vor, mir Wildnispädagogik genauer anzuschauen und irgendwas in diese Richtung neu zu lernen. Ich habe mich bei Verena (@wiederwilderwerden) auf Instagram sehr wohl gefühlt und folge ihr auch schon seit Jahren. 2022 – im Dezember – wars dann so weit, dass sie ihre damalige Ausbildung vorgestellt hat – so kam ich dann zu Paula und Mi von Wildniswind (@wildniswind).
Es kam mir so schlüssig vor und beschrieb ja letztendlich genau das, was ich wollte, demnach habe ich mich kurzerhand angemeldet und somit war ich im Winterclan 2023 dabei. Winterclan bedeutet, dass ich im Januar angefangen habe, also mit dem Start des Jahres 2023 fingen meine 52 Wochen Ausbildung in meinem Tempo an. Es gibt auch noch den Frühlings-/ Sommer- und Herbstclan.
Die Belohnung wird dann, wenn ich meine Abschlussarbeit einreiche, die Zertifizierung zum Naturmentor sein.
Gezahlt habe ich per PayPal auf 12 Raten á 115€, also hat mich die Ausbildung 1380€ gekostet.
NUR die Ausbildung – da sind die Bücher und die Unterlagen, die ich mir dazu gekauft habe, noch nicht mit eingerechnet.
Das ein oder andere zusätzliche braucht man durchaus, damit man sich wirklich fundiert weiterbilden kann. Es gibt sogar eine Literaturliste, die es sich empfiehlt anzuschauen und ggf. Bücher davon zu kaufen. Es werden so also definitiv Extrakosten auf dich zukommen, wenn du deine Ausbildung vernünftig machen möchtest.
Das schöne ist, dass man das ja als Ausbildungskosten steuerlich geltend machen kann.
Wer kann die Ausbildung machen und wie läuft das eigentlich genau ab?
Prinzipiell kann jeder, der Lust und Laune, vor allem aber sehr starkes Interesse an der Natur hat, die Ausbildung machen. Man braucht hier definitiv viel Eigeninitiative.
Du bekommst mit der Ausbildung etwas in die Hand, womit du dich später Selbstständig machen kannst. Du lernst hier wirklich nie aus – es finden sich im Laufe des Jahres viele Fragen, Antworten und erneute Fragen. Die Arten leiten dich und deine Neugierde.
Du bekommst von Woche zu Woche deine jeweilige Art vorgestellt. Dazu bekommst du 1-3 Seiten Informationen und ein Artenjournal. Das wars an Informationen. Den Rest musst du dir in deinem Artenstudium selbst erarbeiten, deine Schlüsse ziehen, für dich entscheiden, was wichtig ist und was nicht. Du erarbeitest dir deine Art vollumfänglich selbst. Die eine Art mehr, die andere weniger. Diese Informationen sind dann auch deine geforderte Abschlussarbeit.
Die Abschlussarbeit dient also letztendlich der „Kontrolle“, ob du dich wirklich vollumfänglich mit den Arten beschäftigt hast und Wissen richtig weitervermitteln kannst. Es geht in deinem eigenen Tempo, du bestimmst, wie lange du brauchst.
Ich habe z.B. das Jahr 2023 zum Überblick verschaffen genutzt und werde jetzt im Jahr 2024 langsam, aber sicher anfangen, meine Abschlussarbeit dementsprechend zu fertigen. Die ein oder andere Art habe ich schon im Jahr 2023 fertig gestellt oder zumindest angefangen. Letztendlich ist eine Woche pro Art zu wenig, aber dafür hast du das ganze Jahr und auch drüber hinaus Zeit, für dich die wichtigsten Informationen und Aktionen zur jeweiligen Art zu finden und auszuprobieren, zu dokumentieren, deine Abschlussarbeit zu erstellen. Nimm dir die Zeit und hetz dich nicht. Klar ist es toll, wenn man innerhalb des Jahres fertig wird und das abschließen kann, aber manchmal ist Zeit lassen besser – grad in der Natur.
Für die Abschlussarbeit hast du ein paar Vorgaben, auf die Wert gelegt wird.
Es sind 20 Arten, die du dir für diese Abschlussarbeit genauer anschauen solltest. Diese 20 Arten sind nochmal unterteilt: 3 Bäume, 3 krautige Pflanzen, 3 Vögel, 3 Säugetiere, 3 Reptilien/ Amphibien/ Insekten und 5 Arten nach eigenem Interesse.
Diese 5 Arten sind wirklich nach dem eigenen Interesse zum Aussuchen. Es sollten einfach nur heimische Arten sein. Lass dich Leiten und schau, wohin dich deine Neugierde zieht. Irgendwas praktisches mit der Art zu erleben ist natürlich irgendwie sinnvoll, aber bei manchen Sachen einfach nicht möglich – bei Amphibien oder Vögel wird es nun mal schwer werden…
Sammle Informationen und schau, ob sich die Art im Laufe der 52 Wochen zeigt, oder du sie extra als Interesseart aufstellst. Zur Not kannst du z.B. bei mir auf Instagram (@mrs.martinchen) oder hier auch schon die 52 Arten spicken gehen und schauen, ob die Art nochmal kommt, oder ob du sie wirklich ganz ohne die Informationshilfe ausarbeiten kannst.
Ich finde schon, dass einem diese Ausbildung Mehrwert bietet. Man öffnet die Augen wieder mehr und lauscht auf die Natur, man sieht seine Umwelt wieder in einem anderen Licht – schon allein deswegen ist es Mehrwert.
Ich freu mich schon sehr, wenn ich dann mein Zertifikat in den Händen halte. Der sinnbildliche Abschluss für dieses wilde Jahr. Natürlich stelle ich das hier dann im Nachhinein noch online, wenn ichs dann selbst in den Händen halte.
Bei weiteren Fragen zu dem Thema -gerne Fragen!
Oder du schaust dir einfach mal die Homepage von Paula und Mi an, da wird auch nochmal auf das ein oder andere eingegangen, was ich hier jetzt vielleicht vergessen haben sollte – es ist ja hier auch nur meine eigene objektive Meinung und ein ganz klitzekleines bisschen Werbung für Wildniswind, weil ich wirklich begeistert bin.
Bis dahin
Martina

Hinterlasse einen Kommentar